Strom-, Gas- und DSL-Anbieter vergleichen

Vergleichen Sie kostenlos und unverbindlich Stromanbieter, Gasversorger und DSL-Anbieter und sparen Sie durch einen Wechsel Monat für Monat bares Geld. Nutzen Sie dafür einfach die umfangreichen Vergleichsrechner.

Ökostrom

Anzeigen

Die Frage nach ökologisch vertretbaren Energieformen bestimmt unser Leben mehr und mehr. Die Gründe dafür liegen auf der Hand: Der Energiekonsum des Menschen beeinflusst die Umwelt in hohem Maße, die Gewinnung der konventionellen Energien ist selten umweltfreundlich und die Zahl der Menschen wächst immer weiter an. Aus diesem Grund muss auch die Bedeutung des Ökostroms kontinuierlich steigen.

Für den Begriff "Ökostrom" existiert bislang keine rechtsverbindliche Definition, aber dennoch steht die Bedeutung fest und wird auch vom Gesetzgeber so betrachtet. Ökostrom wird aus erneuerbaren Energiequellen gewonnen. Das sind Wasser, Wind, Biomasse, Sonnenenergie und Geothermie, also Erdwärme. Im Gegensatz zur Atomkraft und den fossilen Brennstoffen (Erdöl, Gas, Kohle)müssen die erneuerbaren Energien nicht aufwändig hergestellt oder gefördert werden. Außerdem gehen diese Energien nicht mittelfristig zu Ende, sondern sind entweder unbegrenzt vorhanden (Wasser, Wind, Solarenergie und Geothermie) oder können ohne großen Aufwand gewonnen werden (Biomasse).

Die erneuerbaren Energien können sich ferner viel besser auf regionaler Ebene abspielen, indem Kleinkraftwerke gebaut werden oder jedes Haus über seine eigene Energieversorgung verfügt. Passiv- und Energieeffizienzhäuser tun dies bereits. Somit entfallen lange Transportwege sowohl für die Energie - wie große Freileitungen - als auch für die Erhaltung der Infrastruktur (starker LKW-Verkehr zur Versorgung der Kraftwerke). Dies wirkt sich verbessernd auf die CO2-Bilanz aus.

Da wir bisher auf fossile Brennstoffe und Kernkraft noch nicht vollständig verzichten können, ist es wichtig, die erneuerbaren Energien ständig weiter auszubauen und das Bewusstsein in der Bevölkerung zu steigern. Das Schlagwort "Energiemix" beschreibt es anschaulich: Der Anteil des Ökostroms am Gesamtbedarf muss steigen und das wird durch eine Mischform aller Energiearten erreicht - einerseits konventionell und andererseits ökologisch. Je mehr Verbraucher auf Ökostrom umsteigen, desto geringer wird der Anteil jenes Stroms, der durch Kernkraft und fossile Brennstoffe erzeugt wird. Gleichzeitig muss der Ökostrom sich aus einer Mischung der verschiedenen erneuerbaren Energien zusammensetzen, da keine von ihnen die Stromversorgung allein gewährleisten kann.

Im Jahr 2000 wurden erst 6,6 % Strom aus erneuerbaren Energien gewonnen und neun Jahre später bereits 15,6 %. Für das Jahr 2020 strebt die Bundesregierung einen Anteil von 38,6 % an.

Wenn auch eine rechtlich abgesicherte Definition des Begriffes "Ökostrom" fehlt, so gibt es jedoch mehrere Zertifikate, die bescheinigen, dass der Strom des jeweiligen Anbieters nach ökologischen Richtlinien produziert wird und dass die Kapazitäten weiterhin ausgebaut werden. Beispiele für solche Zertifizierungen sind das "Grüner Strom Label" und das "OK Power Label." Einige Label stehen noch in der Diskussion, weil ihre Unabhängigkeit zu den großen Stromkonzernen nicht einwandfrei belegt ist.

Dennoch: Der Anteil des Ökostroms nimmt stetig zu und das Bewusstsein der Verbraucher für die Notwendigkeit steigt ebenfalls. Wer auf einen Ökostrom-Anbieter wechselt, beeinflusst den Strommarkt im Kleinen mit und trägt mittelfristig dazu bei, dass die Stromerzeugung immer umweltfreundlicher wird.